MÄRCHENWALD.
Im Film trifft man auf Menschen, die sich auf unterschiedliche Weise erinnern, einmal ernst, das andere Mal heiter.
Das 40 min-Video zeigt viel Wald, viele Gesichter und liefert Textsequenzen aus dem Buch Kinder und Hausmärchen der Brüder Grimm von 1848.
Außerdem
schlägt der Film mit der Figur des "Drachenläufers" eine Brücke zum
Hörspiel DRACHENTAG aus dem Jahr 2000. Ein Mensch läuft mit einem
Drachen an der Schnur durch das dichte Holz des Waldes. Das ist der
verzweifelte Versuch, seinen Lebensentwurf (Symbol des Drachen) mit
aller Gewalt auf die Probe zu stellen, ihn selbst zu hinterfragen, und
verschleiert den eigenen Zweifel, die eigene Mutlosigkeit.
Drachensteigen auf freiem Feld hieße, sich den Blicken und der Kritik
anderer auszusetzen. Ein Scheitern wäre also peinlicher, schmerzhafter
für den "Lebensschauspieler", als der von vornherein sinnlose Lauf
durch den dichten Wald.
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